Wasserwaage kaufen

Das neue Bild hängt schief, und die Türen des selbst gebauten Schrankes fluchten nicht? Das geht besser! Was wäre der Hand- und Heimwerker ohne seine Wasserwaage - sie wird vor allem zur horizontalen und vertikalen Ausrichtung von Einrichtungsgegenständen und Bauteilen genutzt. Bei richtiger Anwendung gelingt es mit ihr, eine exakt horizontale, vertikale oder sogar winklige Ausrichtung zu erreichen.
 

Woraus besteht eine Wasserwaage?

Die allgemein bekannte Wasserwaage besteht aus einem länglichen Gehäuse (meist zwischen 30 und 100 cm lang), gefertigt aus Kunststoff, Holz oder Aluminium. Mittig eingelassen ins Gehäuse ist die sogenannte Libelle - das charakteristische Bauteil der Wasserwaage, welches die Nutzung als solche überhaupt erst erlaubt.
Die Libelle ist ein transparentes, mit einer - oft gefärbten - Flüssigkeit gefülltes Röhrchen. Die Flüssigkeit weist eine Luftblase auf, durch die die korrekte waagerechte oder senkrechte Position angezeigt wird. Dazu muss sich die Luftblase genau in der Mitte des Glasröhrchens befinden. Das Ablesen wird meist durch zwei aufdruckte Striche erleichtert.
Eine Wasserwaage kann über bis zu drei Libellen verfügen, so dass mit ihr nicht nur horizontal und vertikal ausgerichtet werden kann, sondern auch im 45-Grad-Winkel.
Große Auswahl verschiedener Wasserwaagen für Heimwerker und Profis
Wasserwaagen für den Heimwerkerbedarf sowie für die professionelle Verwendung gibt es in sehr vielen unterschiedlichen Ausführungen und Preisklassen. Wichtig sind eine hohe Messgenauigkeit und die gute Ablesbarkeit. Da die Libelle in der Regel recht klein ist, kann die Ablesbarkeit z. B. durch einen Lupeneffekt des Libellenglases verbessert werden. Praktisch sind auch Befestigungshülsen für die Wasserwaage, so dass man die Hände zum Arbeiten frei hat.
Präzise Messergebnisse lassen sich schon mit einfachen, mechanischen Wasserwaagen erreichen. Technisch aufwendiger gestaltet sind elektronische Wasserwaagen mit digitaler Anzeige und Laser-Wasserwaagen, die gleichzeitig eine vertikale und horizontale Linie projizieren und sich mittels eines Selbstnivellierungssystems automatisch ausrichten können. In technisch einfachster Ausführung findet man Wasserwaagen auch in Linealen und Schlüsselanhängern, die gerne als Werbegeschenk verwendet werden.
Worauf sollte man beim Kauf einer Wasserwaage achten?
Die meisten Heimwerker und Hobby-Handwerker kommen mit einer rein mechanischen Wasserwaage, die über eine fest eingelassene Libelle verfügt, gut zurecht. Wichtig ist, dass die Wasserwaage bereits bei geringen Höhenunterschieden eine Abweichung von der horizontalen oder vertikalen Idealebene präzise anzeigt. Dazu muss sie empfindlich genug sein, was nur durch eine hochwertige Fertigung zu erreichen ist.
Wer eine millimetergenaue Ausrichtung wünscht, der sollte auf eine digitale Wasserwaage zurückgreifen. Auch sie ist mittlerweile im Handel zu recht günstigen Preisen zu bekommen. Laser-Wasserwaagen dagegen sind immer noch recht teuer und eignen sich daher eher für größere Bauvorhaben und für den professionellen Einsatz.
Beim Kauf sollten außerdem einige generelle Eigenschaften beachtet werden:
  • Die Wasserwaage muss eine ausreichende Länge haben. Sie sollte mindestens 50 cm betragen. Kürzere Wasserwaagen lassen sich zwar praktisch aufbewahren, zeigen jedoch bei unebenem Untergrund die Ungenauigkeit nicht besonders präzise an.
  • Das Material: Kunststoff-Wasserwaagen sind günstig und unempfindlich gegen Öle, Lacke und andere Substanzen. Allerdings brechen die Gehäuse relativ leicht. Besser ist eine hochwertige Wasserwaage aus Aluminium, die jedoch etwas mehr kostet. Holz-Wasserwaagen dagegen findet man heute nur noch selten im Handel - sie sind recht empfindlich gehen Feuchtigkeit und mechanische Belastungen.
  • Die Ablesbarkeit: Gerade beim Arbeiten im Keller oder auf dem Dachboden bzw. auf Baustellen sind die Lichtverhältnisse oft schlecht. Daher sollte die Libelle mit einer gut sichtbaren, z. B. fluoreszierenden Flüssigkeit gefüllt sein, damit sie sich gut ablesen lässt. Auch beleuchtete Wasserwaagen finden sich mittlerweile im Handel, sie sind besonders komfortabel abzulesen.
  • Die Empfindlichkeit: Nicht jede Wasserwaage reicht für jeden Verwendungszweck aus. Bei qualitativ hochwertigen Wasserwaagen gibt der Hersteller die Empfindlichkeit an, so dass das passende Modell für die jeweiligen Arbeiten gewählt werden kann. Von billigen Modellen sollte keine hohe Genauigkeit erwartet werden.
  • Der Preis: Letztendlich spielt der Preis für viele Käufer eine wichtige Rolle. Für eine gute Wasserwaage sollten mindestens 20.- Euro angelegt werden, elektronische Modelle und Laser-Wasserwaagen kosten deutlich mehr. Auch hier gilt: Wer billig kauft, kauft meist zweimal. Also besser etwas mehr ausgeben und lange Freude am hochwertigen Werkzeug haben!
Für welche Wasserwaage Sie sich auch immer entscheiden - ohne diesen praktischen Helfer sind viele Arbeiten in Haus und Garten nur schwerlich durchführbar. Sie sollte daher in keinem Werkzeugsortiment fehlen!